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Baunebenkosten – das sollte man wissen

Baunebenkosten – das sollte man wissen

14. Juli 2014 7:41 » Rubrik: Finanzen » Kommentieren

Ein eigenes Haus zu bauen und nach individuellen Vorstellungen zu gestalten, ist für viele reizvoll. Andere möchten bauen, um im Eigenheim mietfrei zu wohnen oder damit eine Wertanlage zu schaffen.
Doch gerade wenn es um Finanzen geht, darf nichts dem Zufall überlassen werden. Baukosten beinhalten nämlich auch Nebenkosten, die bis zu 20% der Gesamtausgaben betragen können.

1. Behördengänge

Unvermeidliche Kosten verursachen die Behördenwege. Beim Kauf des Grundstücks fällt die Grunderwerbsteuer an. Sie beträgt zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent des Kaufpreises, abhängig vom Bundesland, auf dem sich das Grundstück befindet. Die Kosten für den Eintrag im Grundbuch, einschließlich der Notarkosten, belaufen sich auf mindestens 1.000 Euro. Die Kosten für die Baugenehmigung berechnen sich nach unterschiedlichen Faktoren, Ihr solltet mit mindestens 500 Euro rechnen.

2. Wichtige Versicherungen

Zwei Versicherungen sollten unbedingt abgeschlossen werden: Die Bauherrenhaftpflicht – diese ist oft in Privathaftpflichtversicherungen enthalten, aber nur auf eine bestimmte Bausumme beschränkt. Die Bauwesenversicherung ist ebenfalls dringend zu empfehlen. Sie sichert gegen Schäden ab, die durch Unwetter, Vandalismus oder Einbrecher verursacht werden könnten. Beide Versicherungen kosten jeweils zwischen 100 und 200 Euro.

3. Um nicht auf dem Trockenen zu sitzen: Erschließungskosten

Für Anschluss an Kanalisation, Gas, Strom und Wasser fallen jeweils Kosten im vierstelligen Bereich an. Der Anschluss an das Telefonnetz schlägt noch mal mit ca. 300 Euro zu Buche. Falls eine Baustraße erforderlich ist, kostet dies mehrere Tausend Euro. Für Baustrom und Bauwasser werden insgesamt meist zwischen 1000 und 2000 Euro fällig. Vergesst nicht die Kosten für Außenanlagen, also Zaun, Pflasterarbeiten, Mutterboden etc.

4. Kosten lauern überall

Je nach Gegebenheit fallen zusätzliche Gebühren an. Wenn ein Grundstück noch nicht vermessen ist, entstehen Kosten von ca. 2.000 Euro. Wer sein Haus mit einem Architekten individuell gestalten möchte, zahlt diesem Gebühren in Höhe von bis zu 15% der Gesamtbaukosten. Wer sein Grundstück über einen Makler gefunden hat, zahlt eine Provision zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises. In manchen Fällen müssen Baugrundgutachten erstellt werden. Wenn noch ein altes Gebäude auf dem Grundstück steht, müssen Abrisskosten getragen werden, wenn Bäume die Baufläche verstellen, müssen diese gefällt werden. Nicht zuletzt kostet auch die Baufinanzierung Geld.

Tipps zum Sparen

Die meisten Ausgaben sind im Prinzip unumgänglich. Um das Auftreten unvorhergesehener Belastungen zu minimieren: Lasst Euch die Bauzeit garantieren. Mit den Strafzahlungen der Baufirma bei Verzug könnt ihr entstandene Doppelbelastungen durch längere Mietkosten auffangen. Verzichtet nicht auf die Versicherungen. Unwetter oder Unfälle könnten Euch quasi über Nacht in den Ruin treiben. Kalkuliert mit einem gewissen Puffer. Eine Nachfinanzierung kostet wiederum teures Geld. Und zuletzt: Eine Mitgliedschaft im Bauherren-Schutzbund kostet zwar ebenfalls Gebühren, kann aber wertvolle Unterstützung bieten, die bares Geld wert sein kann.

Foto: © grafikplusfoto – Fotolia.com

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