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Hausbau im Winter

Hausbau im Winter

22. Januar 2014 9:49 » Rubrik: Bauen » 1 Kommentar

Was früher als unmöglich galt, ist heutzutage durchaus möglich. Die Rede ist vom Hausbau im Winter. Früher wurden Rohbauten während der kalten Jahreszeit immer stehen gelassen. Aufgrund der laufenden Weiterentwicklungen von Baustoffen und der Technik, ist es ebenso im Winter auch machbar, ein Haus zu bauen. Allerdings müssen einige besondere Baumaßnahmen in der kalten Jahreszeit beachtet werden. Nicht immer kann im Winter am Haus gearbeitet werden, oder es ist nur unter einem erhöhten finanziellen bzw. zeitlichen Aufwand möglich. Nachfolgend findet ihr einige Ratschläge für einen möglichen Hausbau im Winter.

Wertvolle Tipps für den Hausbau im Winter

Der wohl wichtigste und entscheidendste Tipp für den Hausbau im Winter ist jener, nur mit einer guten und erfahrenen Baufirma sein Hausprojekt zu starten. Ebenso sollte bei dieser stets der beauftragende Bauherr selbst oder zumindest ein zuverlässiger Baubetreuer immer die Aufsicht haben. Bauherren müssen dabei immer die aktuelle Wetterlage beobachten und auf Witterungsschwankungen sofort reagieren. Allerdings sollte bei starken Frost und einer Temperatur unter minus fünf Grad Celsius ein Baustopp eingelegt werden.

Wetterschwankungen im Blick haben

Der Boden darf beim Erdaushub keinesfalls gefroren sein. Beim Betonieren der fixen Bodenplatte ist darauf zu achten, dass der Ort, an dem der Beton angebracht wird, eis-, frost- und schneefrei ist. Ebenso benötigt aufgebrachter Beton eine gewisse Härte, noch bevor starker Frost herrscht.
Bei der Betonherstellung werden im Winter oftmals das Mischgut und das Zugabewasser erwärmt. In Extremfällen können auch Frostschutzmittel eine gute Abhilfe schaffen. In vielen Fällen wird auch der Zementanteil beim Betongemisch erhöht. Dieses Vorgehen schützt ebenso gegen den lästigen Frost. Längerfristiger Frost ist beim Härten des Betons nicht geeignet. Ebenso sorgen eine entsprechende Abdeckung und Schalung für notwendigen Schutz vor der Kälte. Im Winter sollte die Schalung bei Betonierarbeiten erst frühestens nach einem Zeitraum nach sechs Wochen entfernt werden. Bei der Abdeckung handelt es sich um spezielle Folien oder Planen, welche die betonierte Fläche gegen Zugluft, Schnee und Frost schützen.

Beim Mauern dürfen die Temperaturen ebenso nicht zu frostig sein, weil ansonsten der Mörtel gefriert und danach austrocknet und nicht aushärtet. Für dieses Problem gibt es ebenfalls spezielle Erhärtungsbeschleuniger bzw. kann auch warmes Wasser Abhilfe schaffen.

Dach- und Innenausbau

Soll das Haus im Winter eingedeckt werden, so ist darauf zu achten, das die Dachkonstruktion – welche grundsätzlich aus Holz besteht – vollständig durchgetrocknet ist. Ansonsten gibt es beim Abdecken keine weiteren Probleme, sofern man den Arbeitsschutz beachtet.

Deutlich unproblematischer stellt sich der Innenausbau im Winter dar. Hierzu werden oftmals spezielle Heizgeräte benötigt, damit das Arbeiten bei Minusgraden angenehmer gemacht werden kann. Auf ausreichendes Lüften des Rohbaus sollte stets geachtet werden.

Mit den oben genannten Tipps ist ein Hausbau im Winter durchaus möglich. Bei Temperaturen über fünf Grad Celsius stellt das Vorhaben in keinen Fall ein Problem dar. Allerdings müsst ihr euch der Probleme und der Verzögerungen bewusst sein.

Foto: © Heike Hering / pixelio.de

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Kommentare (1)

  • RA Thomas Bohle

    Es sollte aber immer auch auf die Herstellervorschriften geachtet werden, wie z.B. verschiedene Mindest- und Höchsttemperaturen für die Verarbeitungen angeben.

    Weicht man davon nun bewußt ab, kann es zu erheblichen Problemen bei der Gewährleistung kommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rechtsanwalt
    Thomas Bohle

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