Zuhause » Bauen » Lehmputz – die gesunde Alternative zu Tapete, Fliese & Co.
Lehmputz – die gesunde Alternative zu Tapete, Fliese & Co.

Lehmputz – die gesunde Alternative zu Tapete, Fliese & Co.

05. Januar 2014 12:58 » Rubrik: Bauen » 1 Kommentar

Wenn Ihr in Eurem neuen Eigenheim die Wände verputzen wollt, solltet Ihr Euch für die derzeit von den Trendsettern favorisierte Methode mit Lehm entscheiden. Dieses Material sorgt nämlich nicht nur für ein gesundes Raumklima, es sieht auch noch schick aus. Kalkputz, Tapeten und Fliesen haben ausgedient und kommen nur noch bei unverbesserlichen Traditionalisten in Wohnzimmer, Küche und Bad.

Vorteile von Lehmputz

Auch wenn es erst einmal eher nach einfacher Hütte in einer armen Gegend klingt, als nach moderner Bauweise in unseren Breiten, wird der Lehmputz bei Neubauten immer beliebter.

Lehm schafft durch seine interessante Struktur eine sehr gemütliche, wohnliche Atmosphäre und wirkt sich außerdem förderlich auf Eure Gesundheit aus. Das kommt daher, weil das Material die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ausgleicht, konstant auf durchschnittlich 50 Prozent hält und dabei sogar Schadstoffe wie etwa Rauch absorbiert. Mit Lehm verputzte Wände schonen somit Eure Luftwege und Schleimhäute, reduzieren außerdem das Risiko, sich eine Erkältung einzufangen. Viele Menschen verwenden das Material in ihrem Haus auch genau aus diesem Grund: weil es bereits Allergien oder Beschwerden mit anderen Baustoffen gibt.
Die regulierende Eigenschaft des Materials wirkt umso stärker, je dicker die Schicht ist, auch wenn bereits kleine Flächen das Raumklima merkbar verbessern. Für den optimalen Effekt solltet Ihr allerdings alle Wände und im besten Fall auch die Zimmerdecken mit Lehm verputzen.

Verarbeitung von Lehmputz

Lehm kann auf fast jedem Untergrund verarbeitet werden, ob auf Beton, Kalk oder auf einem Gipskarton. Gegebenenfalls sollte eine Grundierung erfolgen. Möchtet Ihr den Putz dicker haben, müsst Ihr den Baustoff in zwei Schichten auftragen – zuerst eine Lage und diese trocknen lassen, dann die zweite Lage. Verwendet wird dafür handelsübliches Maler- und Stuckateurwerkzeug wie Kelle, Spachtel und Schwamm.

Der immer beliebter werdende Baustoff kann in jedem Raum verarbeitet werden, auch im Badezimmer oder in der Küche, da Lehm bei fachgemäßer Verarbeitung auch bei großer Feuchtigkeitsbelastung kaum Schimmel bildet.

Da ein Lehmputz elastisch ist, eignet er sich auch hervorragend zum Auftragen über Wandheizungen – in diesem Fall solltet Ihr allerdings ein Gewebe darunter einarbeiten.
Jeder Lehmputz lässt sich nach dem Trocknen wie jeder andere herkömmliche Putz streichen, am besten mit dafür gedachter Lehmfarbe. Aber auch Kalkfarben eignen sich für die Malerarbeiten.

Nachteile von Lehmputz

Weil dieser Baustoff nicht abbindet, ist er etwas weicher als herkömmlicher Putz. Daher solltet Ihr in Lehmwände sehr vorsichtig Nägel einschlagen oder Löcher bohren, damit Ihr nicht das Mineralgerüst dieses Materials zerreißt und alles großflächig abfällt. Kleine Dekorationsgegenstände oder leichte Bilderrahmen können ohne Probleme an mit Lehm verputzen Wänden angebracht werden, doch bei größeren und schwereren Gegenständen wie Hängeschränke, Regale oder massive Lampen müsst Ihr vor dem Anbringen Installationshölzer oder Unterkonstruktionen montieren. Dennoch hat ein fachgerecht aufgetragener Lehmputz in etwa dieselbe Oberflächenfestigkeit wie ein herkömmlicher Kalkputz.

Alternativen zum Lehmputz

Die Verarbeitung von Lehm ist durchaus anspruchsvoll, Ihr solltet daher auch darüber nachdenken, eventuell ein Fertigprodukt zu verwenden, das nur noch mit Wasser angerührt werden muss. Allerdings ist darauf zu achten, dass es sich dabei um einen ökologischen Lehmfertigputz handelt, der keine künstlichen Zusätze beinhaltet – kauf das Produkt daher am besten im Naturbaustoffhandel.

Darüber hinaus existieren neben dem Klassiker aber noch weitere Alternativen, beispielsweise der Lehmstreichputz mit groben und die Lehmstreichfarbe mit feinen Füllstoffen. Es handelt sich dabei um Anstrichmaterial mit geringer Lehmbindung, die daher eher der Optik dienen. Diese „Putze“ verfügen über keine feuchtigkeitsregulierende Wirkung, sind aber ebenfalls komplett schadstofffrei und daher gesundheitlich unbedenklich. Die Vorteile: Die Lehmstreichputze und Lehmstreichfarben halten auch auf Tapeten, Kalkputzen und Holz. Sie sind außerdem lichtecht und vergilben nie. Die Verarbeitung dieses Materials ist einfach, Ihr müsst das Pulver nur mit Wasser anrühren und könnte es danach bereits auf die Wand malen. Für einen plastischeren Effekt wird die Masse einfach dicker angesetzt und mit einer Spachtel aufgetragen.

Darüber hinaus bietet der kundenfreundliche Handel auch noch Lehmtrockenputzplatten an. Diese werden wie Fliesen an die Wand geklebt beziehungsweise an die Decke geschraubt. Danach werden die Flächen mit Lehm-Oberputz oder Lehmstreichfarbe einheitlich gestaltet.

Foto: © twystydigi – Fotolia.com

Lehmputz – die gesunde Alternative zu Tapete, Fliese & Co. Reviewed by on . Wenn Ihr in Eurem neuen Eigenheim die Wände verputzen wollt, solltet Ihr Euch für die derzeit von den Trendsettern favorisierte Methode mit Lehm entscheiden. Di Wenn Ihr in Eurem neuen Eigenheim die Wände verputzen wollt, solltet Ihr Euch für die derzeit von den Trendsettern favorisierte Methode mit Lehm entscheiden. Di Rating: 0

Kommentare (1)

  • Bädermax

    Wir finden Lehmputz im Badezimmer sehr schön! Damit lassen sich tolle Wände im Bad verputzen.

Kommentare

scroll to top